Motivierende Gesprächsführung (MI) ist ein von William Miller und Steven Rollnick, zwei etablierten Suchtforschern, Ende der 80 Jahre entwickelter Ansatz der Gesprächsführung, der zunächst für suchtmittelabhängige Personen entwickelt wurde. Diese Menschen gelten häufig als besonders veränderungsresistent, zwiespältig und ambivalent gegenüber einer bevorstehenden Veränderung. Der Fokus von motivierender Gesprächsführung wurde von abhängigem Verhalten auf Verhaltensänderung im Allgemeinen erweitert. Personen in schwierigen, persönlichen und sozialen Situationen weisen oftmals auch ein hochambivalentes Verhalten auf.

Motivierende Gesprächsführung unterstützt Klienten/-innen in einer respektvollen, wertschätzenden, die Eigenverantwortung betonenden Art und Weise in der Auseinandersetzung mit der Veränderung ihres Ambivalenz- und Problemverhaltens.

In der Weiterbildung werden die zentralen Grundprinzipien und alle wesentlichen Strategien der motivierenden Gesprächsführung vermittelt. Die Teilnehmenden erwerben die Kompetenz für die Durchführung eigener motivationaler Interventionen in ihrem Arbeitsfeld und erhalten abschließend ein Zertifikat zum/zur MI-Praktiker/-in.

 

Wesentliche Inhalte der Weiterbildung sind:

  • Grundlagen der Motivation von Menschen mit Suchtmittel- oder psychischen Problemen
  • Erkennen von und Umgang mit ambivalenten Einstellungen und Diskrepanzen
  • Empathie und Aktives Zuhören
  • Rückmeldung geben
  • Rollenklarheit herstellen und Distanz wahren
  • Erkennen von und Umgang mit Widerstand
  • Diskussion und Vereinbarung von Veränderungszielen
  • Stärkung der Selbstverbindlichkeit

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